Rätsel der Vergangenheit

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Do 26. Nov 2009, 21:01 
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Der Beweis bzw. die empirische Basis ergibt sich schlicht und ergreifend aus den Messungen, etwa der schwankenden Strahlungsintensität der Sonne (abhängig z.B. von den Sonnenflecken) und den Temperaturen 2m über dem Erdboden; hier hat man signifikante Korrelationen festgestellt. Ähnlich verhält es sich mit geodätischen Daten, etwa der schwankenden Entfernung Sonne-Erde in langen Zeiträumen, bei denen man z.B. 110.000-Jahres-Zyklen festgestellt hat, Stichwort Milankovich-Zyklen, und die u.a. verantwortlich sein sollen für den Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten. All das und vieles mehr, was man vorher gemessen hat und wo man Korrelationen festgestellt hat, die über jeden Zweifel erhaben sind, wird als Grundlage für Klimamodelle genommen. Frag mich nicht nach Details, bin kein Fachmann, kann aber gerne zu allen mögl. Aspekten entspr. Links liefern. Einer der wichtigsten Parameter fürs Klima (eines der ersten Glieder in der Kausalkette der Klimaentwicklung) ist jedoch die Größe der Welteisfläche: je größer, desto kälter und umgekehrt; hier wirken insbesondere positive Rückkopplungen, die wiederum die Meeresströmungen beeinflussen, und diese das Klima in den angrenzenden Kontinentalzonen; z.B. bei stillstehendem Golfstrom Eiszeit in NW-Europa, aber längst nicht in anderen Regionen der Erde; ähnlich verhält es sind mit El Nino und El Nina, da sind wiederum in erster Linie Regionen der süflichen Hemisphäre, insb. Südamerika betroffen. Korrelationen stellt man stets fest, wenn Datenbüschel aus 2 oder mehr Parametern sich gleichzeitig auf eine signifikant zusammenhängende Art verändern. Also kann man das auch einbauen in die Klimamodelle.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Do 26. Nov 2009, 22:01 
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Prinzipiell sind Korrelation und Kausalität zwei verschiedene Paar Schuhe.
Analog der alte Fehlschluß "Post hoc, ergo propter hoc.".


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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Do 26. Nov 2009, 22:17 
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Was ich wissen möchte, ist: Woraus ergibt sich, daß die ermittelten Verlaufskurven bei hypothetisch anderem CO2-Gehalt anders verliefen? Hat man das bei Astro-TV erfragt?

Die Klimatheoretiker scheinen das ja nicht nur sehr genau zu wissen, sondern sogar quantitativ exakt bestimmen zu können. Wobei sie sich gerieren wie der Vatikan zur unbefleckten Empfängnis, denn ihre Angaben stehen mit aller Realität in Konflikt. Und daher möchte ich als Laie gern wissen, wo sie das eigentlich hernehmen.

Korrelationen, aus denen sich unterschiedliche Energiebilanzen des Klimasystems in Abhängigkeit von veränderten CO2-Gehalten bei ansonsten unveränderten anderen Einflussfaktoren ersehen lassen, sind nicht wirklich darstellbar, weil dazu jeder empirische Zugang fehlt.

Ich brauche doch nur den Feinstaubgehalt der Athmosphäre als maßgeblichen Faktor für die Entwicklung der letzten fünf Jahrzehnte per Behauptung verantwortlich machen, und CO2 zu einem quantitativ nachrangigen Faktor zu erklären, und sämtliche Klimatheorien sind vom Tisch, weil sie dieser willkürlichen Behauptung argumentativ nichts entgegenzusetzen haben. Woraus ergibt sich die maßgebliche Stellung des CO2-Gehalts, wenn kein einziger Meßwert aus einem Evironment stammt, das bei ansonsten gleichen Einflussfaktoren einen signifikant anderen CO2-Gehalt aufweist?

Man kann über die Quantität des Einflussfaktors Sonne streiten, aber nicht über seine Wirkungsqualität. Der Einfluss von CO2 hingegen ist nicht nur quantitativ unbestimmbar, sondern sogar qualitativ. Ich brauche doch nur zu behaupten, daß ein höherer CO2-Gehalt die Wärmeaufnahme stärker reduziert als die Wärmeabstrahlung, und danach zu fragen, woraus denn bitte das Gegenteil zu folgern wäre. Was dann?

Ein Klimamodell, das eine faktorielle Funktion qualitativ (durch das Vorzeichen) und quantitativ (durch seinen Wert) vorprogrammiert enthält, ist weder Beweismittel noch Quelle empirischer Daten, sondern nur Beleg für die vorab gegebene Überzeugung seiner Ersteller.

Wer die Abweichung von gemessenen Temperaturen zu vorherberechneten zum Anlass nimmt, diesen Faktor im Modell anders zu bestimmen, gilt in anderen Fakultäten einfach nur ein Belegfälscher. Die handelsübliche wissenschaftliche Folgerung, die in allen anderen Bereichen gezogen wird, lautet: Das Modell ist widerlegt.

Ich brauche dazu keine Links, denn die kenne ich alle schon. Sämtliche Institute, die solche Modelle pflegen, geben offen zu, daß ihre Modelle noch nie funktioniert haben. Sie sind alle in experimentellem Zustand. Oder besser gesagt: in Entwicklung befindlich. Das sind nicht mal Alpha-Versionen, sondern bisher nur scheiternde und gescheiterte Versuche, mit denen man gerade mal ermitteln kann, wie weit wir von der Entwicklung eines funktionierenden Modells noch entfernt sind.

Jedesmal, wenn die Vokabel "unvorhergesehen" in einer Verlautbarung dieser Kreise auftaucht, stellt das unmissverständlich klar: Alle Modelle haben vollständig versagt.

Man stelle sich vor, ein Arzt würde Röntgengeräte zur Diagnose heranziehen, auf deren Aufnahmen faustgroße Tumore unsichtbar blieben, ein Bilanzbuchhalter Buchhaltungssoftware, die nicht angeben kann, ob die Quartalszahlen Gewinn oder Verlust bedeuten, der TÜV einen Bremsenprüfstand, der nicht zwischen Bremsen und Beschleunigen unterscheidet, ein Reaktorbetreiber Betriebssoftware, die nicht feststellen kann, ob der Neutronenfluss gerade zunimmt oder abnimmt, und das Militär Radargeräte, die anfliegende Gänse nicht von Bomberflotten unterscheiden können. Mit einem Tacho, der so ungenau funktioniert wie die bisherigen Klimamodelle, würde man seinen Führerschein wohl keine zwei Wochen behalten.

Was sagt uns das? Es sagt uns: Man konnte anhand dieser Modelle nicht mal herausfinden, welche Messwerte überhaupt als Indikatoren für Klimatrends taugen. D. h. man hat nicht nur keine belegte Theorie, sondern man hat nicht mal erkennbare Korrelationen. Man hat gar nichts. Hier wird nicht etwa aus sieht-aus-wie gefolgert, sondern aus sieht-nicht-mal-aus-wie-klingt-aber-nützlich. Das ist umso trauriger als die behauptete Problematik möglicherweise real existiert. Man weiß es nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Do 26. Nov 2009, 22:52 
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JamesBolivar hat geschrieben:
Woraus ergibt sich, daß die ermittelten Verlaufskurven bei hypothetisch anderem CO2-Gehalt anders verliefen? Hat man das bei Astro-TV erfragt?
Nein, sowas tut bloß Dieter B. Klimaforscher bevorzugen da wohl Eisbohrkerne und Bodenbohrkerne, aus denen sich CO2-Gehalt der Luft, aber auch Pollen usw., also Hinweise auf die entsprechende Flora zu einer bestimmten Zeit ablesen lässt. Und da weiß man dann eben, dass hoher CO2-Gehalt mit einer Flora, die eigentlich in südlicheren Breiten vorkommt, korreliert, und magerer CO2-Gehalt mit einem eigentlich nördlicheren, also kälterem Klima. Aber ich weiß, das glaubt sogar Lieschen Müller. :grin: Aber ich glaube, das weiß sogar Lieschen Müller muss es heißen. Aber glauben tut sie immerhin mehr als du. :razz:

Aber ich bin hier nicht der Fachmann für Klimamodelle, allenfalls gut belesener Laie in Sachen Paläoklimatologie. Wenn du wirklich quellennah selbst studieren willst, empfehle ich dir halt halbwegs so viel Zeit und Interesse in das fachspezifische Quellenstudium zu investieren, wie in Sachen Mahabharata. :peace: Wie gesagt, bin immer gern behilflich mit Links, musst nur ganz konkrete Fragen stellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 00:14 
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Je älter ich werde, desto öfter habe ich diesen Albtraum.

Der fängt damit an, daß lauter Lieschen Müller vor Wahlkabinen Schlange stehen, um darin Kreuze auf Wahlzettel zu machen, auf denen schwule Halbanalphabeten mit Wahnvorstellungen von bärtigen Irakern, die mit Riesendildos an der deutschen Grenze auf ihn lauern, und überforderte Putzfrauen mit SED-Karrieren als Background darum wetteifern, die Fehler des letzten Kaisers zu wiederholen und den dritten Weltkrieg auszulösen. Und dann sitzt Lieschen Müller plötzlich überall drin, in Klimakonferenzen und sogar im Kanzleramt, und ich wache schweissgebadet auf, nur um festzustellen, daß Lieschen Müller noch immer im Kanzleramt sitzt und erzählt, bei Aldi würden jetzt die Lebensmittel teurer weil die Inder so viel essen, und der Halbanalphabet mit den Wahnvorstellungen, der sich selbst nicht von einem Lieschen unterscheiden kann, ist Aussenminister und muß sich vom Hausmeister die Zeitungen vorlesen lassen, damit er weiß, worüber die anderen reden. Und dann fange ich an laut zu schreien, weil der Horror nicht aufhört, und mein Nachbar kommt herunter und macht mir einen Beruhigungstee, aber der hilft nicht wirklich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 18:00 
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Beiträge: 961
Mittelalter und Moderne
Natürliche Phänomene lösten Klimaextreme aus

Sonnenaktivität und Vulkanismus haben das Klima der vergangenen 1500 Jahre massiv geprägt. Das konnten Forscher nun nachweisen. Das Ergebnis könnte Skeptiker des vom Menschen verursachten Klimawandels bestärken - doch genau davor warnen die Autoren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 35,00.html


B Traven hat geschrieben:
Die Meteorologen und Klimatologen machen die extrem lange und ausbleibende Sonnenaktivität (und die damit signifikant reduzierte Insolation) dafür verantwortlich, dass sich die Weltdurchschnittstemperaturen in den letzten 10 Jahren nicht erhöht haben. Ohne diesen bremsenden naturhaften Faktor wären die Temperaturen in diesem Zeitraum weiter angestiegenen. Andersrum: Ohne den anthropogenen Faktor (industrieller CO2-Ausstoß) wären die Welttemperaturen in diesem Zeitraum ausbleibender Sonnenaktivität entsprechend zurückgegangen. Bremsender (abkühlender) naturwüchsiger Faktor (mangelnde Insolation) und beschleunigender (erwärmender) Faktor (industrieller CO2-Ausstieg) haben sich in diesen letzten 10 Jahren zufällig gegenseitig neutralisiert und somit zum Patt geführt. viewtopic.php?p=47946#p47946
Da fühl ich mich doch durch die Feststellung des Klimatologen Michael Mann voll bestätigt, der mit anderen Worten genau dasselbe sagt:
DER SPIEGEL hat geschrieben:
Michael Mann geht sogar noch weiter: "Natürliche Faktoren hätten für sich genommen zu einer geringen Abkühlung in den vergangenen 50 Jahren führen müssen, weil es mehr vulkanische Ausbrüche und gleichzeitig eine geringe Sonnenaktivität gab." Nur menschliche Aktivität, genauer gesagt der Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen, könne gemessene Erwärmung erklären.
Es ist still geworden um cicero. Klug ist er, denn er weiß, dass Schweigen bisweilen nicht mal mit Gold aufzuwiegen ist. :evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 22:10 
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Aus derselben Quelle:

Bild

Nicht etwa, daß ich erwarten würde, Spiegel-Leser verhielten sich im Spannungsverhältnis zwischen der Realität und den lustigen Erzählungen ihrer Postille anders als Leser der Bild oder des völkischen Beobachters. Dennoch meine ich, darauf hinweisen zu müssen, daß eine Redaktion, die Pinguine am Nordpol verortet, eher nicht zu den vorrangigen Quellen für Berichterstattung zum Zustand desselben gehören sollte.

Vielleicht stelle ich aber auch zu hohe Ansprüche. Immerhin ist es ein Pinguin, keine Giraffe oder Antilope, und das Tier ist wenigstens noch einem Pol zugeordnet, und nicht Australien, was m. E. angesichts des Durchschnitts-IQ der Spiegelredaktion schon eine beachtliche Leistung darstellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 23:02 
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Registriert: Mi 11. Mär 2009, 20:25
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Naja, lieber Achim, die Sache ist nur die, bei dem Spiegel-Artikel handelt es sich nicht um den Kommentar eines Spiegel-Redakteurs, sondern um eine simple Zusammenfassung eines neuen Forschungsergebnisses, das in der letzten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science veröffentlicht wurde, und dieser Michael Mann ist nicht der Spiegel-Reporter, sondern der federführende Klimatologe bzw. der Autor der Studie in Science.
Muss man die Pferde wieder zur Tränke tragen und die Eulen nach Athen? :watis: :unschuldvomwald:

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 23:32 
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Du übersiehst, was im Spiegel Methode ist: Prosaische Erzählung im hauseigenen Stil, der gezielt als Standard entwickelt, und vom unkritischen Leser als subkulturelle Norm übernommen wurde. Das sind Profi-Animateure, keine Journalisten.

Nicht nur, daß der Autor Manns Umdichtung der veröffentlichten Emails detailfrei in die Darbietung eingearbeitet, und damit der Beurteilung entzogen hat, er verkauft auch Manns Komplexitätsreduktion zum Einflussfaktor Vulkanismus, als gäbe es gar nichts selbstverständlicheres.

Die Treibhausthese ist aber nun mal mit der jüngsten Vulkanismusbewertung der Klimatheoretiker vollständig inkompatibel. Es stimmt das eine, oder das andere, keinesfalls aber beides. Dass sich Mann aus unzähligen Prognosen immer gerade diejenige heraussucht, die aktuell am wenigsten danebenliegt, erfährt der Spiegel-Leser ebensowenig wie die Tatsache, daß Manns Bewertung des Faktors Vulkanimus unzählige Veröffentlichungen diverser Fakultäten ohne jede Beweisführung für ungültig erklärt.

Ein Blick auf die folgende Seite macht den Umfang dieses Problems erahnbar: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-64 ... 04-27.html

Kurt Tucholsky: "Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen – und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch."

Es sollte schon stutzig machen, wenn ausgerechnet die Steigbügelhalter des Neoliberalismus etwas aufgreifen und vertreten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Klimawandel II
BeitragVerfasst: Sa 28. Nov 2009, 23:39 
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Registriert: Sa 3. Mai 2008, 20:13
Beiträge: 106
Der gute Mann....
Ein Vielschreiber und Wichtigmacher, ein Schnittlauch auf allen Suppen.
Immerhin hat er emsig Daten gesammelt und interpretiert.
Voll mit Konjunktiven und Hypothesen.
"... hätte ... könne ... " :kopfkratz:


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