Rätsel der Vergangenheit

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 Betreff des Beitrags: Die Lustangst der Christen, Scheinmoral und Bigotterie
BeitragVerfasst: So 6. Dez 2009, 15:20 
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Seit Freud bekundete, daß Lust und Angst, Scham und gesellschaftliche Normen das Spannungsfeld schaffen, in dem sich das Individuum von Geburt an bewegt, ohne sich je ganz davon befreien zu können, sind Jahrzehnte vergangen. Die Vokabel Moral scheint einen erstaunlich individuellen Bedeutungsgehalt zu haben, und transportiert offenbar auf diffuse Weise den gesamten Themenkomplex, den Freud anriss, ohne je eine von jederman kommunikativ addressierbare Definition hervorzubringen, auf die man sich verlassen könnte.

Man kommt bisweilen in Versuchung, Religionen und religiöse Institutionen hinter dem Tohuwabohu zu verorten, das die Thematik durchzieht. Wer Freud gelesen hat, weiß, daß dies ein Trugschluss ist, der zwar zunächst die Einordnung prominenter Standpunkte zu erleichtern scheint, aber nicht viel zur Klärung von Standpunkten beiträgt.

Man sagt, es sei möglich, Frösche quasi einvernehmlich zu töten, wenn man das Wasser langsam genug erhitzt, in dem sie sich befinden. Die Psychologie nennt diesen Vorgang Normalisierung. Gesellschaftliche Entwicklungen wahrzunehmen erfordert, ihren Wirkungsrahmen zu verlassen, was nur durch eine Normalisierung unter völlig veränderten gesellschaftlichen Umständen ermöglicht wird, beispielsweise infolge großen zeitlichen oder räumlichen Abstands. Manchmal hilft aber auch ein leichter Schock, wie er durch Wahrnehmung inkonsistenter gesellschaftlicher Aspekte hervorgerufen werden kann.

Interessierten kann ein Interview aus dem Jahr 1989 helfen, der Gesellschaft, in der wir leben, in die Karten zu sehen. Ich empfehle, sich von der inhaltlich wenig interessant erscheinden, langen Einleitung nicht abschrecken zu lassen, und die sechs Teile aufmerksam zu verfolgen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6

Das bemerkenswerte an diesem Interview ist, Ted Bundys Message wurde nie hinterfragt, und wird von Konservativen weltweit vertreten, wie sie hier formuliert wurde. Ein Serienmörder, der mehr als 35* Frauen zum Vergnügen folterte, vergewaltigte, ermordete, ihre Leichen zerstückelte, um u. a. mit den abgetrennten Köpfen kopulieren zu können, bis der Insektenbefall weiteren Mißbrauch unmöglich machte, nutzte seine letzten 24 Stunden für einen dramatisierenden Appell gegen Pornographie, weil sie seinem christlich-konservativen Weltbild (Bundy war politisch aktiver Republikaner) nach mit Gewalt einhergehe, anderen schade, Familien zerstöre, Leiden verursache, Vergewaltigungen und Morde verursache, wird in voller Kenntnis des pathologischen Potentials dieses Serienmörders vertreten.

Christliche Vereinigungen zitieren Bundy, und machen sich nicht nur seinen Standpunkt samt der in diesem Interview aufgestellten falschen Behauptungen** zu eigen, sondern verweisen ausdrücklich auf dieses Interview als Quelle ihrer Überzeugungen.

http://www.ewtn.com/library/PROLENC/ENCYC134.HTM
http://www.leaderu.com/orgs/probe/docs/pornplag.html
http://www.guardian.co.uk/world/2003/no ... r.weekend7

* Die tatsächliche Zahl seiner Opfer ist unbekannt, Bundy hat dazu verschiedene Angaben gemacht, ein Mal betont, die Zahl sei dreistellig, dann wieder jede Tat bestritten, kurz vor seiner Hinrichtung weitere Fundorte gegen einen Hinrichtungsaufschub angeboten, und einige wenige vorab genannt, die mit positivem Ergebnis geprüft wurden. Das Angebot wurde dennoch abgelehnt.

** Nachgewiesen sind Morde Ted Bundys ab 1974, von Kriminalisten werden frühere Morde ab 1972 vermutet. Pornographie mit den von Bundy geschilderten Aspekten hat es zu dieser Zeit in den USA nicht gegeben. Bundy nennt als Merkmal zur Differenzierung von Hardcore- und Softcorepornographie sexuelle Gewalt, und erliegt damit einem unter christlichen Fundamentalisten weit verbreiteten Irrtum, der ihn eindeutig als Nichtkonsumenten ausweist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lustangst der Christen, Scheinmoral und Bigotterie
BeitragVerfasst: So 6. Dez 2009, 23:38 
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lustangst der Christen, Scheinmoral und Bigotterie
BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 06:42 
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Vergewaltigungsfantasien:

US-Version: http://www.youtube.com/watch?v=VJUqmowQu6c
Deutsche Variante: http://www.youtube.com/watch?v=bPgIk6ci7a8

Militärische Offensiven im Juli: http://www.youtube.com/watch?v=4NU07cyuqIQ

Ungeniertes Gewaltgefasel diverser Parlamentarier, die ernstlich Offensiven fordern, und ein Oberst, der die Mordfantasien der Deutschen mittels massiver Desinformation der US-Luftwaffe in die Tat umsetzte. Ted Bundy hat nur 35 Menschen umgebracht. Oberst Klein hat ihn an einem einzigen Tag überrundet.

Josef Goebbels hat sich voller Entrüstung über Kindesmißbrauch und geschändete Frauen ereifert, Magda Goebbels hat geworfen als wolle sie halb Russland bevölkern, und gestützt auf diverse Hilfskräfte im Haushalt die Vorzeigefrau gegeben. Ursula Albrecht ersetzt unter dem Namen von der Leyen gleich beide auf vergleichbaren finanziellen Background gestützt.

Die Merkel ereiferte sich darüber, daß russische Truppen das Massaker von Tschinvali beendeten, fiel angesichts des Gaza-Massakers als einziger Regierungschef weltweit durch unglaublich platte Rechtfertigungen auf, und ganz Deutschland macht sich Sorgen, ob jemand Pornobilder mit eventuell zu jungen Darstellern betrachtet.

Und da die Logik der ganzen Geschichte hinten und vorne nicht stimmt, müssen halt morbide Gewaltfantasien her, die möglichst explizit zu schildern sind. Ab und zu wird schon mal einer vom Mob totgeschlagen, weil sich manche sogar schon angesichts eines ganz normalen Paares in den ungeheuerlichen Verdacht versteigen, da könne Sex im Spiel sein.

Da werden sexuelle Fantasien verfolgt, Jungendliche zwangsinfantilisiert, Spiele in gut und böse unterteilt, seltsamerweise Prostitution gefördert, Morde in Körperverletzung mit Todesfolge umgedichtet, und Serienmörder in manchen Bundesländern von der Justiz gedeckt.

Mord gut, Sex schlecht, Mißbrauch verzeihlich, Bilder unverzeihlich, Vergewaltigung Kavaliersdelikt, einvernehmlicher Sex bei Jugendlichen zur Vergewaltigung umgedichtet, Frigidität wie Impotenz zur Norm erklärt, religiöse Lustfeindlichkeit unter dem Euphemismus Jugendschutz zur säkularen Staatsräson erklärt, der Helm auf dem Fahrrad zur Pflicht, der Sozialetat zu 50% in die Kassen der Landeskirchen abgekippt, jede Statistik frisiert, damit nicht auffällt, daß Polizei und Justiz längst eine Mafia geworden ist, die nach Belieben tötet oder töten lässt, weil sie selbst die unbestrittene Deutungshoheit über festgestellte Todesursachen ausübt, und das Böse hat einen Namen: Taliban.

Meine Heimatstadt Hannover habe ich zu meiner Sicherheit verlassen müssen, nachdem ich einen Serienmörder daran hindert, eine entführte junge Frau zu töten. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Hannover hat dem Täter die Adresse der Frau verschafft, um sie zu beseitigen, nachdem auch alle anderen Beweismittel vernichtet wurden. Der zuständige Kripobeamte, der mit mir zusammen versuchte, den Täter dingfest zu machen, von dem fünf weitere, gleichartige Fälle bekannt sind, wurde massiv bedroht, und schweigt seitdem aus Angst. Ein mit mir befreundeter Anwalt, der versucht hat, herauszufinden, warum alle Verfahren ins Leere laufen, ist spurlos verschwunden. Die gesamte Presse verweigert jede Unterstützung in dieser Sache. Es kam in meiner unmittelbaren Umgebung zu einer Entführung einer Frau, die der von mir befreiten Russin ähnlich sah, bevor die Staatsanwaltschaft die Adresse der Zeugin ermitteln konnte. In Essen fuhr die Polizei einen Messerstecher zu meiner Wohnung, den sie vorher mit einem Foto auf mich anfixte. Ich bin knapp drei Jahre lang quer durch Deutschland geflohen, bevor ich mich hier wieder fest ansiedelte.

Wenn es eine Frage gibt, die man mir nicht stellen sollte, ist es, was ich anderen in diesem Land zu sagen habe. Die Antwort ist in jedem Fall von Abscheu geprägt. Deutsche sind in meinen Augen überweigend infantile, chronisch unerwachsene Konsumkrüppel ohne Verstand, die nichts anderes im Sinn haben, als sich über Dinge zu ereifern, die sie nichts angehen, und versäumen, ihren eigenen Saustall in Ordnung zu bringen: Die verkommenste und dümmlichste Republik, die es je auf diesem Planeten gegeben hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Lustangst der Christen, Scheinmoral und Bigotterie
BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 11:26 
Das grenzt ja schon hart an Verschwörungstheorie. Meinst du nicht, dass du ein wenig übertreibst? :kopfkratz:

Auch ich bin überzeugt, dass in diesem Land ein Maß an verklemmtem Spießertum, Doppelmoral und Korruption herrscht, das auf keine Kuhhaut geht. Auch würde ich dir gern glauben, aber mir klingt das irgendwie nach einem etwas zu dick aufgetragenen Schauermärchen. 3 Jahre auf der Flucht? Und jetzt will keiner mehr was von dir wissen und du bist dir nicht zu schade deine Daten frei und offen ins Internet zu setzen?


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